Im Rahmen seines Abschiedskonzerts wurde die Ernennung von Bezirkskantor Johannes Götz zum Kirchenmusikdirektor (KMD) bekannt gegeben. Der Titel wird von Erzbischof Stephan Burger als Auszeichnung für besondere Verdienste um die Kirchenmusik verliehen.
Johannes Götz zum Kirchenmusikdirektor (KMD) ernannt
18.05.2026 |
Das Publikum der voll besetzten Barockkirche St. Peter kam einmal mehr in den Genuss der eindrucksvollen und fein kuratierten Konzertprogramme von Bezirkskantor Johannes Götz. Namensgebend für das Konzert war Peter Hebels alemannische Versdichtung „Die Vergänglichkeit“. Der charmante Mundartvortrag von Sandhya Hasswani und Leonie Huber wurde durch vier Improvisationen für Orgel und Percussion (Michael Kiedaisch) kommentiert, strukturiert und emotional ausgedeutet.
Eingeleitet wurde Hebels Dichtung durch Bachs c-Moll-Passacaglia, Messiaens „ornithologisches“ Orgelwerk Chants d’oiseaux sowie eine computergestützte, dadurch jedoch nicht minder beeindruckende Aufführung von Ligetis Coulée-Etüde. Mit Bachs Choralkantate Was Gott tut, das ist wohlgetan BWV 99 wurde das bedrückend existenzielle Thema der Vergänglichkeit nicht nur tröstlich gewendet, sondern zugleich ein hoffnungsvolles und dankbares Schlusswort unter die 34-jährige Tätigkeit von Johannes Götz als Kirchenmusiker gesetzt:
„Was Gott tut, das ist wohlgetan,
dabei will ich verbleiben.
Es mag mich auf die rauhe Bahn
Not, Tod und Elend treiben,
so wird Gott mich ganz väterlich
in seinen Armen halten;
drum lass ich ihn nur walten.“
dabei will ich verbleiben.
Es mag mich auf die rauhe Bahn
Not, Tod und Elend treiben,
so wird Gott mich ganz väterlich
in seinen Armen halten;
drum lass ich ihn nur walten.“
In den abschließenden Dankesworten durch Ekkehart Bechinger vom Geistlichen Zentrum St. Peter sowie den Förderverein „Freundeskreis Kirchenmusik St. Peter e. V.“ wurden die jahrzehntelange Arbeit und die künstlerische Exzellenz von Bezirkskantor Johannes Götz gewürdigt. Zudem wurde die Bedeutung seines künstlerischen Schaffens für die Region Hochschwarzwald hervorgehoben.
Höhepunkt des Abends war die Ernennung von Johannes Götz zum Kirchenmusikdirektor. DKMD Godehard Weithoff überreichte die Ernennungsurkunde von Erzbischof Stephan Burger und hob in seiner Laudatio neben der künstlerischen Exzellenz auch das Engagement von Johannes Götz im Berufsverband der Kirchenmusiker sowie in der Mitarbeitervertretung hervor. Darüber hinaus dankte Weithoff ihm für seine Tätigkeit als Erzbischöflicher Orgelinspektor, in der er zahlreiche Orgelneubauten in der Diözese begleitete und damit die Orgellandschaft nachhaltig prägte.
Der Titel Kirchenmusikdirektor ist die höchste Auszeichnung der Erzdiözese Freiburg für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker.